Heute hat Marie, unser 2. Enkelkind, 8. Geburtstag. Ihre Schwester Annika hat für sie Frühstück zubereitet und von uns bekam sie um 7h morgens eine SMS.
Wir reisen um 9:30h in Toronto in Richtung Niagara Falls ab. In St. Cathrine zweigen wir ab und besuchen die historische Stätte
Niagara-on-the-Lake, eine sehr schöne kleine Stadt von rund 14.000 Einwohnern mit historischem Charme, einem Museum und dem Fort George. Sie wurde im Britisch-Amerikanischen Krieg (2. Unabhängigkeitskrieg 1812-1814) von den US-Truppen zerstört und von den Briten wieder aufgebaut.
Niagara-on-the-Lake ist heute ein reizvoller touristischer Anziehungspunkt. Im Jahr 2003 wurde die Stadt zu einer National Historic Site erklärt. Die Stadt veranstaltet regelmäßig das nach George Bernard Shaw benannte Shaw-Festival. Niagara-on-the-Lake gilt außerdem als berühmtestes Weinanbaugebiet Kanadas.
Wir fahren zuerst zum Museum

am Stadtplatz nehmen wir einen kleinen Lunch ein

auch hier ein touch von Indian Summer

Dann geht's weiter ins Radisson in
Niagara Falls mit einem herrlichen Blick auf den kanadischen (horseshoe) Teil der Wasserfälle

Der den Eriesee mit dem Ontariosee verbindende Niagara River stürzt 58 Meter in die Tiefe. Dabei werden die Fälle durch die oben gelegene Insel Goat Island (Ziegeninsel) in zwei Teile gespalten. Der US-amerikanische Teil hat eine Kantenlänge von 363 m, der kanadische eine von 792 m. Das Wasser des US-amerikanischen Teils fällt nach 21 m auf eine Sturzhalde, die bei einem Felssturz 1954 entstand.

Der kanadische Teil (Horseshoe Falls) hat eine freie Fallhöhe von 52 m.

Der Wasserdurchfluss beträgt, je nach Jahreszeit, zwischen 2.832 und 5.720 m³/s durchschnittlich 4.200 m³/s (ungefähr das Doppelte des Rhein-Abflusses), wobei zu sagen ist, dass je nach Tageszeit nur etwa ein Viertel bis die Hälfte der gesamten Wassermassen die Fälle hinunterstürzen. So werden die Wasserfälle nachts, außerhalb der Saison sowie bei geringer Frequentierung durch Touristen auf bis zu 10 % der ursprünglichen Wassermenge gedrosselt und die verbleibenden 90 % über ein Stauwehr für die Stromgewinnung umgeleitet. Zu Saisonzeiten werden die Wasserfälle sprichwörtlich per Knopfdruck allmorgendlich angeschaltet. Schiffe umfahren die Fälle durch den 12 km westlich liegenden, 43,4 km langen Wellandkanal bei St. Catharines, der größeren Nachbarstadt von Niagara Falls.